Welche Informationen stecken im Boden?

Dank einer sensorgestützter Bodenkartierung können wir nützliche Informationen direkt aus dem Boden erhalten. Wie sind die aktuelle Nährstoffversorgung, der Säuregehalt, der Gehalt an organischer Substanz, die Textur, die Lagerungsdichte, die Porosität und die Wasserhaltefähigkeit? Dies alles können wir messen. Zur Bodenanalyse nutzt das ATB optische Verfahren wie die Geoelektrik, Raman, Terrahertz-, VisNIR und XRF-Spektroskopie.  

Die Bodenvariabilität erfassen (Bild: ATB)

Im Projekt Intelligence for Soil (I4S) entwickeln unsere Forscher ein sensorgestütztes System, das Empfehlungen für ein ortsspezifisches Düngungsmanagement gibt und dazu beitragen kann, die Bodenqualität zu verbessern und Umweltbelastungen zu vermindern. Hierfür werden Bodensensoren und mobile Sensorplattformen zur Bodenkartierung entwickelt. Die Auswertung der Daten erfolgt über abgestimmte Boden- und Pflanzenmodelle. Diese werden Bestandteile eines Entscheidungsunterstützungssystems für die ortsspezifische Düngung mit Stickstoff, Phosphor, Kalium und Kalk.
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An einem pflanzenphysiologischen Ansatz zur Bestimmung der Ertragskapazität bei Kern- und Steinobst arbeitet das ATB gemeinsam mit Partnern in dem Projekt PRIMEFRUIT. Hierzu werden räumlich aufgelöste Daten zur Wachstumskapazität mit automatisierbaren Laserscannern erhoben und mit Labordaten validiert. Die Daten werden georeferenziert und für unterschiedliche Böden bewertet. Basierend auf physiologischen Korrekturfaktoren zur Fruchtatmungsrate können damit Ertragskapazitäten für Brandenburger Anbaustandorte bestimmt und Zielgrößen für den optimalen Fruchtbehang ermittelt werden.
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